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- Bevölkerungsschätzung

- Haus- und Wohnformen

- Landwirtschaft und Ernährung

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Der fränkische Landesausbau
unter den Konradinern

Nach dem Zerfall des fränkischen Großreichs wählten die Stammesherzöge der Bayern, Franken, Sachsen und Schwaben aus ihrer Mitte den fränkischen Herzog Konrad I. zum König des neuen ostfränkischen Reiches. Die Gebiete des Auel-, Hessen- und Lahngaus gehörten zum Kerngebiet des Herrschaftsbereichs der Hochadelsfamilie der Konradiner.

 

Urkunden Pfarrkirche Haiger

Abschrift der Urkunde von 914 und 1048

 

In der Abschrift einer Urkunde aus dem Jahr 914, die 1048 erneuert und ergänzt wurde, ist im Zusammenhang mit dem Bezirk der Pfarrkirche von Haiger auch die südliche Grenze des Siegerlandes beschrieben worden. Auch Güter im Hickengrund, die sich im Besitz freier Männer befinden, werden dort erwähnt.

In der Zeit der konradinischen Herrschaft lässt sich eine weitere Siedlungsbewegung beobachten, die vermutlich ihren Ausgangspunkt in Haiger und im Gebiet um Amöneburg genommen hat. Ein Teil der im Rahmen dieser fränkischen Ausbauperiode neu entstandenen Ansiedlungen im Siegerländer und Wittgensteiner Raum ist noch heute an den Endungen der Ortsnamen auf -dorf und auf -hausen zu erkennen.

Karte zur fränkischen Siedlungsperiode

Fränkische Ausbauperiode

 

Archäologische Funde bestätigen einige der Annahmen über die frühmittelalterliche Siedlungsentwicklung. In Wittgenstein sind zahlreiche Keramikreste gefunden worden, die als Badorfer oder Pingsdorfer Keramik identifiziert werden konnten. Durch die Entdeckung der Waldschmiedesiedlung Fludersbach bei Siegen ist zudem der sichere Nachweis über die Wiederaufnahme der Eisenerzeugung in frühmittelalterlicher Zeit gelungen.

Keramikfunde

Keramikfunde aus Wittgenstein und Fludersbach

 

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