Das Projekt
Die Idee für das Buchprojekt „Zeitspuren in Siegerland und Wittgenstein“ ist in Gesprächen mit dem Vorstand des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein e.V. entstanden. Die beiden historisch gewachsenen Teilräume des Kreises Siegen-Wittgenstein verfügen über eine jeweils eigene und reichhaltige Geschichtskultur. Dies zeigt sich unter anderem an der großen Zahl örtlicher Museen und Heimatstuben.


Museumsführer des
Kreises Siegen-Wittgenstein.


Über die Geschichte der beiden Teilräume unterrichten eine Vielzahl von Büchern und Aufsätzen aus den vergangenen Jahrzehnten. Eine zusammenfassende Geschichte, die den aktuellen Ansprüchen an das Geschichtswissen genügt, suchte man allerdings bislang vergebens. Zudem hat man die Geschichte des Siegerlands und Wittgensteins bis heute stets getrennt voneinander betrachtet. Mit dem Buchprojekt „Zeitspuren in Siegerland und Wittgenstein“ wird die Geschichte beider Teilräume erstmals zusammenfassend und im Zusammenhang dargestellt.


Karte zum Siegener Urkundenbuch

Karte zum Siegener Urkundenbuch von 1887



In den einzelnen Teilbänden der „Zeitspuren“ soll die Geschichte der Region chronologisch dargestellt werden. Den Anfang macht der Ende 2009 erschienene Band „Früh- und Hochmittelalter 750-1250“. Weitere Bände zu den folgenden Epochen und Zeitabschnitten sind geplant. Die komplette Reihe soll einen umfassenden Überblick über die Geschichte dieses Raumes vermitteln.

Die Darstellung in den Teilbänden der „Zeitspuren“ kann im Wesentlichen als eine wissenschaftlich zuverlässige, auf dem heutigen Forschungsstand basierende Zusammenfassung der älteren, äußerst umfangreichen Forschungsliteratur betrachtet werden. Die Darstellung bleibt allerdings nicht auf die bloße Literaturbeschreibung beschränkt, sondern leistet zu einzelnen Fragen selbst einen Beitrag zur historischen Forschung.

Das Projekt „Zeitspuren“ versteht sich nicht als eine wissenschaftliche Kreisgeschichte, sondern möchte dazu anregen, die Geschichte der Region in einem künftigen Projekt zu einer modernen Kreisgeschichte noch intensiver zu erforschen.

Eine Besonderheit für die Regionalgeschichte ist die konsequente Einbettung des Siegerländer und Wittgensteiner Raums in den Kontext der allgemeinen Geschichte. Die regionalen Entwicklungen und Ereignisse werden in die politischen und kulturellen Zusammenhänge der einzelnen Epochenabschnitte eingebettet, um Einflüsse und Wechselwirkungen zwischen reichs- bzw. nationaler und regionaler bzw. lokaler Ebene zu verdeutlichen.